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Ratgeber: Tankkosten senken - Mit Ruhe und Strategie

Tanken ist aktuell richtig teuer. Sparsam fahren spart Geld.

Foto: SP-X - Wer zur richtigen Zeit tankt, kann Geld sparen

Foto: SP-X - Wer zur richtigen Zeit tankt, kann Geld sparen

Gegen die aktuell hohe Preise an der Zapfsäule können Fahrer von Dieseln und Benzinern wenig ausrichten. Auf den eigenen Verbrauch haben sie hingegen durchaus Einfluss. Wer ruhig, gleichmäßig und vorausschauend fährt, kann im Alltag ohne großen Aufwand Kraftstoff sparen.

Ein hohes Einsparpotenzial bietet der Verzicht auf hohe Dauergeschwindigkeiten und heftige Beschleunigungsmanöver. Gerade auf der Autobahn steigt der Verbrauch mit dem Tempo überproportional. Wer mit Augenmaß unterwegs ist, statt jede Lücke mit Vollgas zu nutzen, kommt oft deutlich günstiger ans Ziel. Das gilt auch im Stadtverkehr: Starkes Beschleunigen und spätes Bremsen kosten unnötig Sprit. 

Generell ungünstig sind Kurzstrecken – nicht nur wegen des hohen Verschleißes, sondern auch wegen des übermäßigen Verbrauchs. Solange der Motor noch nicht seine Betriebstemperatur erreicht hat, liegt der Verbrauch deutlich höher als auf längeren Fahrten. Für kurze Wege sind Fahrrad, Bus oder der Gang zu Fuß daher oft die bessere Wahl. Wer mehrere Besorgungen bündelt, vermeidet zudem wiederholte Kaltstarts.

Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe hilft frühes Hochschalten beim Spritsparen. Moderne Motoren kommen meist schon bei niedrigen Drehzahlen gut zurecht. Einige Autos geben den idealen Schaltzeitpunkt sogar per Anzeige vor. Wer diese Hinweise nutzt und den Motor nicht unnötig hochdreht, spart oft ohne Komfortverlust. Hilfreich ist außerdem vorausschauendes Fahren. Wer früh erkennt, dass vor ihm eine rote Ampel, ein Stauende oder eine Tempobegrenzung kommt, nimmt rechtzeitig den Fuß vom Gas und lässt das Fahrzeug ausrollen. So wird die Bewegungsenergie besser genutzt. Bei vielen Autos greift dann die Schubabschaltung: Im Schubbetrieb wird vorübergehend kein Kraftstoff eingespritzt.

Auch im Stand lässt sich sparen. Eine Start-Stopp-Automatik sollte deshalb nicht vorschnell deaktiviert werden. Gerade im Stadtverkehr kann sie helfen, unnötigen Leerlauf zu vermeiden. Bei älteren Fahrzeugen ohne diese Technik kann es sich lohnen, den Motor bei längeren Wartezeiten manuell abzustellen, etwa an Bahnschranken. Für sehr kurze Stopps gilt das allerdings nicht.

Nicht zu vernachlässigen sind beim Spritsparen elektrische Verbraucher. Klimaanlage, Heckscheibenheizung, Sitzheizung oder Gebläse erhöhen die Last im Fahrzeug und damit oft auch den Verbrauch. Deshalb sollte man solche Systeme gezielt und nicht länger als nötig nutzen. Ein oft unterschätzter Punkt sind die Reifen. Ein zu niedriger Luftdruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Zudem steigt der Verschleiß. Eine regelmäßige Sichtkontrolle lohnt sich also gleich doppelt. Wer neue Reifen kauft, kann außerdem einen Blick auf das EU-Reifenlabel werfen. Es informiert unter anderem über die Kraftstoffeffizienz. Reifen mit günstigem Rollwiderstand können den Verbrauch senken.

Sparen lässt sich auch durch weniger Ballast und günstigere Aerodynamik. Schwere Gegenstände im Kofferraum kosten ebenso Kraftstoff wie Dachboxen oder ungenutzte Dachträger. Vor allem auf der Autobahn macht sich zusätzlicher Luftwiderstand schnell bemerkbar. 

Auch beim Tanken selbst kann man sparen. Zuletzt waren die Literkosten für Benzin und Diesel laut ADAC zwischen 19 und 20 Uhr niedriger, auch von 17 bis 18 und sowie zwischen 21 und 22 Uhr ist Kraftstoff vergleichsweise billig. Am teuersten ist es morgens kurz nach 7 Uhr für gut eine Stunde. Danach sinken die Preise in Wellenbewegungen bis in den Abend. Ab 23 Uhr geht es dann langsam wieder aufwärts. Auf Reisen ist man möglicherweise nicht so flexibel bei der Wahl des Zeitpunkts – dann hilft es, den richtigen Ort zu wählen. Wer nicht direkt an der Autobahn, sondern an einem nahegelegenen Autohof tankt, zahlt oft weniger als an Raststätten. Noch günstiger wird es ein wenig abseits der Strecke an einer klassischen Tankstelle. 

Am Ende bring nicht ein einzelner Trick die große Ersparnis, sondern die Summe vieler kleiner Gewohnheiten. Wer defensiv fährt, unnötige Fahrten vermeidet, auf Reifendruck und Ballast achtet und beim Tanken vergleicht, kann seine Kosten im Alltag spürbar senken.